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Relatives Risiko / relative risk (RR)

Das relative Risiko bezeichnet das Verhältnis der Ereignisraten (event rate) zwischen zwei Vergleichsgruppen.

Beispiel:
In einer randomisiert, kontrollierten Studie stellt man fest, dass bei Patienten nach einem akuten Myokardinfarkt bei 47 von 1206 Patienten (3.8%) eine Blutung auftritt, wenn sie mit Aspirin behandelt werden und bei 136 von 1208 Patienten (11.2%), wenn sie eine orale Antikoagulation haben. Das relative Risiko einer Blutung für Patienten mit der Aspirintherapie beträgt im Vergleich zu den Patienten mit einer oralen Antikoagulation 3.8%/11.2% = 0.34 oder 34%. Ist das relative Risiko kleiner als 1, so bedeutet dies, dass die Intervention das Risiko für den untersuchten Outcome (z.B. Blutung) zu reduzieren vermag. Das relative Risiko sagt aber nichts über die absolute Reduktion des Risikos aus. Ist das Risiko in der Interventionsgruppe 1% und in der Kontrollgruppe 2%, so wird das Risiko absolut nur um 1% reduziert. Relativ wird das Risiko aber um 50% reduziert (1%/2%).

Synonyme: relative risk, RR